Der Weg zu "khyberchild e.V." 

Angefangen hat alles mit einem Vortrag von Dr. Reinhard Erös, den ich im Dezember 2009 in Hannover gehört habe. Er berichtete über seine Erfahrungen und Erlebnisse mit den Taliban und Warlords in Afghanistan. Seit vielen Jahren ist Dr. Erös gemeinsam mit seiner Familie dort in bewundernswerter Weise tätig. Mit ihrem Verein „Kinderhilfe Afghanistan“ errichtet und betreut die Familie Erös Bildungseinrichtungen, Schulen, Werkstätten, Krankenstationen und vieles mehr. 

Ich möchte hier nicht auf Einzelheiten eingehen. Es wäre schön, wenn Sie in diesem Zusammenhang die Internetpräsenz  www.kinderhilfe-afghanistan.de   besuchen würden, um sich dort über die Projekte zu informieren. 

Den wenigsten Menschen gelingt es, mich in 90 Minuten von einer Sache so zu überzeugen, dass ich mich spontan entschließe einen gemeinnützigen Verein zu gründen, um eben diese Sache zu fördern. Dr. Erös ist es gelungen. 

Nachdem ich dann später noch auf eine weitere private Initiative gestoßen bin, den „Verein zur Unterstützung von Schulen in Afghanistan e.V.“, der sich im Internet unter

www.afghanistan-schulen.de  präsentiert, und ich mich auch dort über das wunderbare Engagement der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen um Frau Nölle und Frau Flader informiert hatte, war ich um so mehr entschlossen, eine eigene Einrichtung zu schaffen, die diese beiden Organisationen fördern sollte. 

Während Frau Nölle und Frau Flader mit ihrem Verein in der nordwestlichen Region Afghanistans tätig sind, leistet die Familie Erös ihre Arbeit im südöstlichen Grenzgebiet von Afghanistan zu Pakistan. Und diese Gegensätze setzen sich auch in Deutschland fort. Die „Kinderhilfe Afghanistan“ mit Familie Erös, hat ihren Sitz in Bayern – der Verein „Afghanistan Schulen“ leitet seine Organisation aus dem Umland Hamburg.

Da kommt uns Niedersachsen eine durchaus zu interpretierende „mittelnde“ Rolle zu.

Ein weiterer wichtiger Kontakt war dann der zu Frau Jonigkeit-Kaminski, die mit ihrem Verein „NAZO e.V.“ Ausbildungseinrichtungen in und um Kabul eingerichtet hat und unterhält. Hier können Frauen den Beruf der Schmuckdesignerin oder Schneiderin erlernen. Unter  www.nazo-support.org  finden Sie weitere Informationen.

Alles weitere, auch wie Sie selbst Hilfe zur Selbsthilfe für die Zivilbevölkerung dieses seit Jahrzehnten geschundenen Landes leisten können, möchte ich Ihnen auf den Folgeseiten darstellen. Wir brauchen also heute nicht mehr den seit Jahrhunderten genutzten Khyber Pass, diesen uralten Handelsweg zwischen Afghanistan und Pakistan zu gehen, um die zu erreichen, denen wir nicht zuletzt in unserem eigenen Interesse helfen sollten.

Ich erinnere mich auch heute immer noch gerne an die Worte meines ehemaligen Dienststellenleiters aus den 1970erJahren, der mir bei skeptischen Äußerungen hinsichtlich der Durchführung polizeilicher Maßnahmen einmal sagte: „Herr Maurer,

es gibt nur zwei Dinge, die ein niedersächsischer Polizeibeamter nicht kann.

Erstens - auf einem Moped nach Helgoland fahren und zweitens - Fingerhandschuhe noch über Fausthandschuhe ziehen. Alles andere ist irgendwie machbar.“

Stimmt !

Eckhard Maurer

Vorsitzender khyberchild e.V.